Seit 50 Jahren immer im Vorstand

In der Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie Herzogenaurach standen Berichte aus den verschiedenen Bereichen und Nachwahlen sowie eine Ehrung auf dem Programm.

Geehrt wurde Josef Motz, Jahrgang 1937, der schon frühzeitig in Kontakt zum Kolpingwerk kam, da sein Vater eine Kolpingsfamilie in der Region Eichsfeld in Thüringen leitete. Als dann nach dem Abitur der Studienwunsch Straßenbauingenieur nicht möglich und außerdem der Einzug zur Volksarmee zu erwarten war, ging Josef Motz 1956 nach Hagen in Westdeutschland, wo er im dortigen Kolpinghaus wohnte. In diesem Jahr wurde er auch Mitglied bei Kolping und der örtlichen Kolpingsfamilie.



1965 zog der gelernte Techniker nach Niederndorf, nachdem er eine Anstellung bei der Firma Schaeffler gefunden hatte. Mit dem neuen Wohnort war auch der Wechsel zur Kolpingsfamilie Herzogenaurach verbunden. Dort engagierte er sich sofort und ist nunmehr seit dem 21. Januar 1969 ununterbrochen Mitglied des Vorstands, zuerst als Beisitzer, weil bei seiner ersten Wahl noch die alten Strukturen mit Senior/Altsenior galten. Im Rahmen seiner Vorstandstätigkeit organisiert er die Schwerpunktvorträge zur Erwachsenenbildung, bereitet die kirchlichen Veranstaltungen der Kolpingsfamilie (wie Kolpinggedenktag, Josefi-Feier, Maiandacht usw.) vor und gestaltet auch selbst Abende mit Vorträgen über durchgeführte Studienfahrten.

Nicht nur bei Kolping aktiv

Weiterhin ist er seit 1977 der Ansprechpartner für die Kolpingsfamilie Herzogenaurach beim Erwachsenenbildungswerk, dessen Vorsitzender er 30 Jahre lang war. Noch heute ist er Zweiter Vorsitzender des Kolping-Erwachsenenbildungswerks im Dekanat.

Darüber hinaus war und ist Josef Motz auch in der Pfarrei St. Josef in Niederndorf engagiert, zuerst im Pfarrgemeinderat und dann in der Kirchenverwaltung. Außerdem ist er Mitglied im St.-Josefs-Verein Niederndorf. Nach der ausführlichen Laudatio erhielt Josef Motz aus den Händen des Diözesanvorsitzenden für sein langjähriges Engagement ein Präsent und seine Frau Helga einen Blumenstrauß.

Bereits zuvor hatte Friederike Noppenberger von einer guten Kassenlage berichtet. Auch die Kolpingkicker blickten auf ein erfolgreiches Jahr zurück, sie gewannen im Januar die Herzogenauracher Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Zahlreiche Aktivitäten gab es ebenso bei den Kolpingfrauen.

Zu Kassenprüfern wurden Klaus Baer und Hans Herbst, zur Schriftführerin Christine Maydt gewählt.

Wie der Jahresrückblick erkennen ließ, engagiert sich die Kolpingsfamilie Herzogenaurach unter anderem im sozialen Bereich. Vor allem die Überschüsse von Aktionen wie der jährlichen Altkleidersammlung, der Christbaumverlosung oder des Familiensonntags werden auch für Herzogenauracher Projekte wie die Tafel, die Kirchturmsanierung oder die Flüchtlingshilfe gespendet. Daneben bietet die Kolpingsfamilie bei den wöchentlichen Treffen im Rahmen der Erwachsenenbildung Vorträge zu allen Lebensbereichen an. Einen immer größer werdenden Kreis von Interessenten ziehen die Kartler an, die sich mindestens einmal im Monat treffen.

Fränkischer Tag vom 06.03.2019