Die Kolpingsfamilie feiert ihren Schutzpatron Josef

Der Festtag des Heiligen Josef steht bei der Kolpingsfamilie Herzogenaurach hoch im Kurs.

Alljährlich wird sein Patronatsfest feierlich begangen. Dieses Fest konnte in diesem Jahr am Sonntag vor dem Patronatsfest gefeiert werden. Dazu gehörten ein feierlicher Einzug in die Stadtpfarrkirche, die Totenehrung, eine Messfeier und ein anschließendes Beisammensein im Pfarrzentrum.



Als Gäste waren auch Mitglieder des Josefsvereins aus Niederndorf gekommen, deren Josefifeier eine Woche später stattfindet. Außerdem nahmen Mitglieder des Patenvereins Höchstadt mit dem Banner am Gottesdienst teil. Gemeinsam zogen sie von der Krone zur Stadtpfarrkirche, begleitet von der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach.

Bei der Totenehrung in der Stadtpfarrkirche wurden der Verstorbenen Josef Nagel, Karlheinz Schnappauf und Barbara Fischer gedacht und für jeden eine Kerze auf dem Sebastiansaltar platziert. Für Stadtpfarrer Hetzel ist das Gedenken ein Zeichen dafür, dass uns unsere Verstorbenen nach wie vor wichtig sind. Mit ihren Namen sind sie bei Gott verzeichnet und dadurch nicht vergessen.

Die Messfeier in der Stadtpfarrkirche gestaltete Stadtpfarrer und Präses Helmut Hetzel. In seiner Predigt charakterisierte er Josef als Menschen, der sich im Hintergrund hielt und daher auch als Träumer charakterisiert wird. Dagegen ließ Jesus seine Jünger an seinen Visionen teilhaben, sie wurden Teil seiner Verheißung.

Die Messfeier endete mit dem Kolpinglied, das alle Anwesenden mitsangen. Beim anschließenden gemütlichen Zusammensein im Pfarrzentrum brachte der Vorsitzende Dieter Lohmaier einige Gedanken zu Adolph Kolping, seinem Werk und dessen Schutzpatron, den Heiligen Josef. In seiner Einleitung erinnerte er daran, dass der Heilige Josef für den Handwerker Adolph Kolping ein wichtiger Heiliger gewesen sei. Unter den Schutz des Patrons der Arbeit stellte er auch den von ihm initiierten Gesellenverein, nunmehr die Kolpingsfamilie. Wahrscheinlich wählt Adolph Kolping Josef zum Schutzpatron seiner neu gegründeten Gemeinschaft christlicher Handwerker, weil er Handwerker wie er war. Bereits 1860 konnte in Köln die erste Josefifeier von Kolping begangen werden

Anschließend konnten sich die Anwesenden die Weißwürste in geselliger Runde schmecken lassen.

Nordbayerische Nachrichten vom 20.03.2019 - Manfred Welker