Theater-Gruppe der Kolpingsfamilie Herzogenaurach

Leider finden wir in den Analen lediglich den Hinweis, dass die erste Aufführung 1872 am "Weien Sonntag" stattfand und bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges regelmässig, teilweise mehrmals jährlich, neue Stücke zur Aufführung kamen.  Nach dem Weltkrieg dauerte es bis 1922, bis die Theatergruppe sich wieder formiert hatte, um dann im neu gebauten Vereinshaus die zweite glanzvolle Epoche mit dem Stück "Die Zunftmeister von Nürnberg" zu beginnen. Jährlich wurden im Durchschnitt 2 Stücke mit bis zu 8 Aufführungen gegeben. Nachfolgender Spielplan ist in den Aufzeichnungen zu finden, wobei die Liste nicht vollständig ist.

 

Und wiederum unterbrach Krieg und Nationalsozialismus jahrelange Aufbauarbeit, zerstörte Bühnenkulissen und Theaterkostüme. Doch unmittelbar nach dem Kriegsende waren die Kolpingsbrüder, die schon Jahrzehnte die Theaterabteilung geführt hatten, zur Stelle und riefen die Interessierten zusammen, um eine neue Spielschar aufzubauen. Dass mit " Der Wächter von Minoriten" die dritte Theaterära begann, wurde schon in der Chronik erwähnt. Diese Epoche ging ungefähr bis 1961 und in dieser Zeit waren die Theaterstücke der Kolpingsfamilie wieder ein wichtiger Beitrag zum Kulturprogramm in der Stadt. Über diesem Zeitraum sind die Aufzeichnungen lückenlos und somit die Auflistung komplett.

 

Mit der Verbreitung des Fernsehprogramms und mit dem größer werdenden Freizeitangebot wurde es immer schwieriger das Publikum für das Laienspiel zu begeistern. Doch durch die Teilnahme an den Mundarttagen im "Freilandmuseum in Bad Windsheim" haben die Theaterspieler ein neues Ziel gefunden. Aber auch in den Jahren 1968 bis 1992 wurde auf der Bühne des Vereinshaussaales bzw. im Don-Bosco-Haus Theater von der Kolpingsfamilie gespielt.